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Einleitung Das Arthroskop ist eine feine starre Sonde, welche ein Vergrößerungssystem enthält. Diese Sonde ist über eine Fiberoptik mit einem Bildschirm verbunden. Das ganze System ermöglicht dem Chirurgen, über minimale Öffnungen Gelenksanteile darzustellen, welche sonst nur durch aufwendige Öffnungen sichtbar gemacht werden können. Der Vorteil der A. ist nicht nur die schnellere und problemlosere Heilung, sondern auch die Tatsache, daß die Anteile des Gelenkes vergrößert dargestellt werden und damit für den Chirurgen besser zu beurteilen sind. Seit Jahren wird die Arthroskopie erfolgreich in der Knie- und Schulterchirurgie eingesetzt. Durch die technische Verfeinerung des Instumentariums wird sie jetzt auch in der Chirurgie des Handgelenkes benützt. Indikationen Ein Handgelenk wird meistens arthroskopiert, wenn andauernde Beschwerden vorliegen, deren Herkunft trotz des Einsatzes subtiler diagnostischer Mittel (Magnetresonanz, Computertomographie, Arthrographie) weiter unklar bleibt. Operationstechnik Der Eingriff wird in regionaler Betäubung oder Vollnarkose durchgeführt. Am Oberarm wird eine Blutsperre angelegt, denn es muß in Blutleere operiert werden. Auf der Streckseite des Handgelenkes werden über 2-3 kleine (0.5 cm) Hautschnitte Arthroskop und andere Spezialinstrumente in das Handgelenk eingeführt. Die Gelenkfächen werden systematisch begutachtet und mit einem kleinen Tasthaken auf ihre Beschaffenheit geprüft. Knorpelschäden und Bandrupturen können so festgestellt werden. Mit Spezialinstrumenten können auch bestimmte Läsionen direkt arthroskopisch behandelt werden (siehe Illustration). Ergebnisse Im Falle einer rein diagnostischen Arthroskopie kann mit einem normalen Gebrauch des Handgelenkes in ca. 3 Wochen gerechnet werden. Nach einer chirurgischen A. wird sich dieser Zeitraum je nach Befund und Eingriff entsprechend verlängern. Risiken und Komplikationen Infektionen sind selten, meistens oberflächlich und können mit Antibiotika behandelt werden. Tiefe Infektionen sind äußerst rar. Oberflächliche Nervenäste können verletzt werden. Dabei kann ein kleines umschriebenes Hautareal unempfindlich bleiben und/oder eine schmerzhafte Narbe entstehen. In ganz seltenen Fällen muß der in die Narbe eingewachsene schmerzhafte Nervenstumpf (Neurinom) entfernt werden. Die Verletzung der über das Handgelenk verlaufenden Strecksehnen ist sehr selten. In einem solchen Fall wird die Sehne genäht. |
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